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Mittwoch, 2. Januar 2013

Restaurant Review: China City Berlin

Ein tolles Restaurant, das seinen einfallslosen Namen wirklich nicht verdient.
Im Herzen Berlins, in der Leipziger Str.46 findet man ein relativ großes, aber düsteres und kitschig dekoriertes Chinarestaurant, dessen Name China City mehr an einen Imbiss erinnert, als an ein gutes Restaurant.
Und hier darf man sich nicht täuschen lassen!! Man muss über die schlechte Beleuchtung hinwegsehen, ebenso über den großen goldenen Buddha direkt am Eingang und das Aquarium mitten im Raum (im Ernst jetzt, wieso ist das da?). Auf den zweiten Blick fällt einem dann vielleicht auf, dass China City immer gut besucht ist und das hat seinen Grund.
In den Bildern findet ihr noch den alten Link zu diesem Blog, den ich ja schon vor einer Weile umbenannt habe. Vielleicht tausche ich wieder zurück oder ich lasse einfach das mit den Links in den Bildern... mal schaun.

 
 
Die Karte ist wirklich riesig, was für mich immer eine Schwierigkeit darstellt, weil ich das Ausdruck "Qual der Wahl" sehr ernst nehme. Ich kann mich nie entscheiden! Wenn ich den Stoffwechsel eines vierzehnjährigen Jungens hätte, würde ich vermutlich die halbe Karte bestellen, aber so muss ich dabei bleiben, dass meine Begleiter und ich alle zumindest etwas anderes bestellen.


In diesem Beitrag beziehe ich mich auf 6 Gerichte (3 Vorspeisen + 3 Hauptgerichte), die ich am 09.November 2012 probiert habe. Ich war in der Vergangenheit schon des Öfteren da, habe aber leider keine Bilder gemacht und werde auch in Zukunft dort Essen gehen und dann die Gelegenheit nutzen, um neue Fotos zu posten.

 
Diesen hübschen kleinen Cocktail gibt's meistens gratis dazu. Ich weiß nicht genau, was drin ist, aber ich vermute Orangensaft und etwas Blaues. Nach Alkohol schmeckt es kaum, ist aber wohl ein Schuss drin.
Die Getränke an sich sind relativ teuer - eine 0,4l Apfelschorte kostet 3,50€. Das geht noch, aber günstig ist es nicht. Wer etwas Schwarfes bestellt, lässt hier das ganze Geld.
 
911: Eingelegtes Gemüse nach Sichuan-Art (3,20€)
D12 Shao Mei (3,50€) und im Hintergrund D1 Guo Tie (3,90€)
 
Die Vorspeisen sind für uns eigentlich obligatorisch. Das Gemüse ist leicht scharf und sauer eingelegt, es werden ganze Knoblauchzehen verwendet, die man dann auch im Essen findet. Auch Chilistücke liegen mit dabei, hier muss man also aufpassen! Begeht nicht den Fehler und esst es! Ansonsten ist es schön knackig und lecker.
Beim Dim Sum bin ich etwas voreingenommen - ich liebe jegliche Form von Teigtaschen!!! Guo Tie sind normale Potstickers, die im japanischen Gyouza heißen. Ich habe noch niemanden getroffen, der sie nicht mochte - außer vielleicht Vegetarier, denn es ist Schweinefleisch drin. In den Shao Mei sind Wasserkastanien und ebenfalls Schwein. Leider werden in den meisten Restaurant Shrimps in die Dumblings gepackt, wodurch ich mich auf ein paar wenige beschränken muss.
 

737: Ente kross nach Xiang-Su Art mit Enten-Sauce (12,50€)

Das bislang einzige Gericht, das ich wirklich nicht mochte. Die Ente ist zwar trocken, aber es ist alles trocken! Da bringt auch die Enten-Sauce nix. Wirklich nur als Beilage für einen Tisch...

755: Schweinefleisch nach Bauernart (13,00 €)


34: Schweinefleisch, gegrillt (8,50€)
 
Das Fleisch nach Bauernart hatte 3 Peperoni als Zeichen für extreme Schärfe. Normalerweise ist das in Deutschland nur eine nette Nuance von dem, was man in China bekäme.
In China City muss man sich wirklich an diese Angaben. 3 Peperoni sind WIRKLICH scharf! Ich persönlich bin kein guter scharf Esser (ist zwar lecker, aber ich krieg's nicht hin), meine Eltern hingegen schon. Wir waren bereits in China und haben dort sehr scharfe Gerichte gegessen und ich kann euch sagen, dass ich keinen Unterschied wahrnehmen konnte. Meine Lippen haben nur ein Stück des Fleisches berüht und sofort musste ich es wieder ausspucken (oh, wie appetitlich) und fühlte ein Brennen. Nehmt es Ernst!

China City ist ziemlich authentisch. Man kann hier auch Spezialitäten wie Entenfüße, tausendjährige Eier, Quallen oder die ein oder andere Innerei kosten. Wer mag...

Zum Abschluss noch ein Wort zum Service. Wie in fast jedem Chinarestaurant, gibt es unzählige Arbeitskräfte, sie sich abwechseln und austauschen. Da die aber alle nett sind, ist es kein Problem.

Der obrige Eintrag ist schon seit einer ganzen Weile fertig. Am 2. Weihnachtsfeiertag war ich wieder in Chinacity und konnte noch mehr Bilder machen.

vorn 915: Kaisergemüse sauer-scharf (4,50€)  ; hinten 11 Minifrühlingsrollen (2,70€)
81: Nasi-Goreng (8,00€) Ich konnt's wegen meiner Allergie gegen Schrimps nicht probieren, mir wurde aber gesagt, dass es relativ trocken gewesen sein soll.
91: Bami Goreng (8,20)
774: Jia Chang To-Fu mit Schweinefleisch und Morcheln (11,00)
42: Sukiyaki (9,30€) Sukiyaki ist eigentlich japanisch und auch eigentlich absolut anders, bis auf die Tatsache, dass ebenfalls Rind verwendet wird. Ist mir aber egal, lecker ist es nämlich!
35: Schweinefleisch doppelt gebacken mit chinesischem Gemüse (9.20€)

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Restaurant Review: Ishin Berlin

Das Ishin ist mein absolutes Lieblingsrestaurant zum Thema Sushi. Und da bin ich wohl nicht die Einzige! Wieso? Weil es mittlerweile bereits vier Ishins gibt, von daher kann man es wohl getrost als Ladenkette bezeichnen.

Wie ... na ja, einfach jedes ... Japanische Restaurant der westlichen, freien Welt, hat sich das Ishin auf Sushi spezialisiert. Doch nicht nur das! Sie bieten auch Donburis an und das ist außerhalb Japans wirklich selten.

Donburi (jap. ) ist eine Mahlzeit in der japanischen Küche, bei der Reis in eine Schüssel gefüllt wird und dieser anschließend mit weiteren Zutaten – meist Fleisch – bedeckt wird. (wikipedia)

Das Chirashidon - verschiedene Fischsorten auf Reis

Negitorodon schon halb aufgegessen...^^"

Ich liebe Donburis und vor allem hat es mir Katsudon angetan. Ich war also denkbar froh, endlich ein Donburi-Restaurant in Berlin zu finden. Leider hat das Ishin nur 3 fleischhaltige Donburis: Gyuudon (Rind), Buta Shouga Don (Schwein und Ingwer ... das günstigste Gericht der Karte mit 3,90€ und somit ein ideales Mittagessen) und Yakitoridon (Hähnchenspieße). Nur 3 Fleischgerichte ... offensichtlich nicht der beste Stand für Fischverachter ... zumindest hat man so nicht die Qual der Wahl.
Bei den Fischdonburis hat man schon eine größere Auswahl von 7 Gerichten.

Solltest du zu den Leuten gehören, die ihren Fisch nur gekocht mögen, so gibt es Cey-Ro Gerichte. Das sind Reis, Gemüse und eventuell Fisch gedämpft in Bambusdämpfern.

Zusätzlich gibt es im Ishin eines der größten, mundwässendernden Sushimenüs, die ich seit langem gesehen habe. Sie haben sogar Seltenheiten wie Otoro-Sushi, der teuerste und fettigste Teil des Thunfisches ... es schmilzt einem im Mund!


Die Sushiplatte - Für 12 Euro kann man sich 15 aussuchen, auch die teuren.

Oh und hab ich erwähnt, dass es 100% gratis Grüntee gibt?? Umsonst! So viel man will!! Und das in Europa!!!

Das einzige Problem ist, dass alle vier Ishins dieselbe Speisekarte teilen und es somit nicht überall alles gibt, was angepriesen wird. Das ist leider echt ärgerlich, denn gerade bei den Desserts gibt es meistens nur vier der beworbenen 9.

Der Ishinflan! So lecker, dass sogar ich ihn mag, obwohl ich kein Karamellfan bin.

Aufgebaut ist das Ishin original Japanisch - neben einigen Tischen gibt es Theken und man kann den Sushimeistern direkt bei der Arbeit zusehen ... dadurch kann man wunderbar auch allein essen gehen, ohne über den eigenen Versagerstatus peinlich berührt zu sein.

Das Interieur und jemand, der nicht ins Bild wollte.

Hier findet ihr noch ein paar weitere Fotos von Speisen:

Das fantastische Sakemenu. Meine japanische Freundin meinte damals sogar, der Lachs sei hier besser als in Japan.

Maguro Menu
 
Drei der Maki ... hier muss man etwas aufpassen, sie sind nicht so fest gerollt, wie man das gerne hätte.
Stand 21. Dezember: Das Ishin hat vor kurzem seine Speisekarte geändert und ist bei vielen Gerichten etwas teurer geworden.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Restaurant Review: Sixties Diner Berlin

Das Sixties Diner ist eine gute Adresse für alle Liebhaber der amerikanischen Küche. Es gibt wohl zwei in Berlin (eines noch Pariser Straße), aber ich gehe immer in das am Hackeschen Markt. Durch die zentrale Lage gibt es hier zwei kleine Mankos: die Preise sind etwas gepfeffert (allerdings sehr große Portionen) und abends völlig überfüllt.
Meiner Empfehlung nach sollte man also lieber mittags dort essen gehen, denn dann ist es schön ruhig und noch dazu gibt es hier auch Happy Hour auf ausgewählte Gerichte: Burger, Spare Ribs, Pizza und anderes. Alles kostet zwischen 12Uhr und 15Uhr 5.99.
Die Karte ist sehr umfangreich, von Tex Mex Sachen über eine reiche Auswahl an Burgern, Pizza und Pasta, Kartoffelgerichten und anderen amerikanischen Klassikern ist für jeden was dabei.
Geschmacklich war alles, was ich bisher hatte, wunderbar. Allerdings sind Geschmäcker ja verschieden, das muss dann jeder für sich entscheiden. :)
Ausgestattet ist das Restaurant super! Die Sitze sind wie aus einem amerikanischen Diner, an den Wänden kann man gemalte Berühmtheiten bewundern und es gibt Jukeboxen! Einfach 1 Euro rein und schon kann man sich 3 alte Kamellen aussuchen. Echt klasse!

Leider noch ein Minuspunkt ... beim Service braucht man hier Glück. Von netten und aufmerksamen über beschäftigte bis hin zu regelrecht genervten Bedienungen gibt es hier alles. Besonders der Geschäftsführer hat anscheinend nicht sonderlich viel Bock auf seinen Job.

Der Cheeseburger mit Pommes und Krautsalat:


Spare Ribs:


Chicken Wings:


Fazit
Essen: (lecker! Aber ein paar Kleinigkeiten sind nicht ganz so gut.)
Ambiente:(toller 60er Jahre Diner Stil mit schönen Bildern)
Service: (Glückssache)
Preis/Leistung: (Große Portionen, aber recht preisintensiv.)
Flair: (manchmal ein bisschen laut, es läuft meistens Sport auf den Fernsehern, aber es gibt Jukeboxen!)